Hanhart, Bäuerlicher Möbelmalerei im Toggenburg 1735-1830

Die Werke der Bauernmaler wurden erstmals im 20.Jahr­hundert, im Gefolge des Expressionismus, von Künstlern entdeckt, die sich von der akademischen Malerei abge­wandt hatten. Sie nahmen als erste diese ausserhalb der etablierten Traditionen entstandene Kunst als eigenstän­dige kulturelle Leistung wahr. Seither bemühten sich Händler und Ideologen, Liebhaber und Museen um das bäuerliche Erbe. Die neu entdeckten Bereiche kunstwis­senschaftlich zu untersuchen und zu erfassen unterblieb jedoch weitgehend. Bauern nahm man allenfalls in Bil­dern akademisch geschulter Maler wahr, aus der ideali­sierenden Sicht von Stadtmenschen. Wie sie sich selbst sahen, wurde übersehen. Die fagenständigkeit der Tog­genburger Bauernmalerei darzustellen und das Interesse an ihrer künstlerischen Bedeutung zu wecken, ist das Ziel dieses Buches.
Den Hintergrund der Untersuchung bildet ein Inventar von über 350 Werken, das die Autoren in zehnjähriger Ar­beit ermittelt haben. Aus diesem Fundus wurden 132 Ob­jekte ausgewählt und in diesem Werkverzeichnis genau beschrieben. Dabei wurden überraschende Zusammen­hänge sichtbar: Die Handschrift des gleichen Malers ist an verschiedenen Möbeln erkennbar, Werkgruppen stel­len sich heraus, in denen sich einzelne Malerpersönlich­keiten manifestieren. Ihre Namen sind nicht bekannt, aber ihre Eigenart tritt unverkennbar in Erscheinung.

 

Download

Hanhart_Bäuerlicher Möbelmalerei im Toggenburg 1735-1830.pdf

RULES OF CONDUCT

Full text versions may only be printed out or saved for personal use or for research purposes.
Articles and other electronic resources may not be passed on to third parties or used commercially, in either electronic or printed form.

Downloaded material must be deleted by completion of the course.
The use of electronic documents is regulated in license terms.